Frauen in der heutigen Gesellschaft – Thema der „Mädchentage“ des Vereins Romano Centro

 

VisFontis ermöglichte dem Verein „Romano Centro Wien“ ein ganz besonderes Projekt, dass es in der Geschichte des Romano Centro in dieser Form bisher noch nicht gegeben hat. Einige Tage Auszeit, nur für Mädchen, mit einem Programm, das speziell auf Bedürfnisse junger Mädchen zwischen 12 bis 17 Jahre abgestimmt ist.  12 Roma-stämmige Mädchen sind dafür in Begleitung der Sozialarbeiterin und Pädagogin Danijela Feichtinger und 2 Begleitpersonen vom 25 bis 29. Mai 2016 ins Seminarzentrum in  Raach bei Gloggnitz gereist.

Romano Centro Wien wurde 1991 als einer der ersten Roma-Vereine Österreichs von Roma und Nicht-Roma gegründet. Ziel des Vereins ist die Verbesserung der gesellschaftlichen, sozialen und rechtlichen Situation der Roma in Österreich. Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt in Bildung und Kultur. Im Laufe der Jahre konnten einige hundert Kinder durch Lernhilfe bzw. Schulmediation unterstützt werden. Seit 2013 spielt beim Verein auch die Frauenberatung eine bedeutende Rolle, wobei besonderer Wert auf die Erziehung der Mädchen und die Rolle der Frauen in der heutigen Gesellschaft gelegt wird.

Danijela Feichtinger hat sich, mit Unterstützung von Romano Centro Geschäftsführerin Andrea Härle und dem Vereinsvorstand, auf das Projekt „Mädchentage“ eingelassen. Im Fokus stand, junge Romni auf ihre Rolle als Frau in ihren Familien und in der Gesellschaft vorzubereiten. Die Mädchen bekamen Informationen zu unterschiedlichsten Themen, darunter Bildung, Berufsauswahl und Lebensplanung, Gesundheit, Identität, Feminismus, Gewalt, Sexualität und vieles mehr. In sehr offenen Gesprächsatmosphäre hatten sie Gelegenheit, sich mit Danijela, aber auch untereinander auszutauschen.
Carla Schmirl, Vorstandsmitglied von VisFontis, hat die Mädchen besucht und führte interessante Gespräche mit den neugierigen jungen Damen. Sie hatten großes Interesse an den behandelten Themenkreisen, denn sie haben die Sozialarbeiterin und die Pädagogin, wie auch Carla Schmirl, ständig mit Fragen bombardiert.

Für die junge Damen und Danijela Feichtinger waren es erfahrungsreiche fünf Tage voll mit spannenden Themen und neuen Erfahrungen und natürlich mit viel Spaß.
 
Wir wünschen, dass das Projekt eine Fortsetzung finden kann.